Klavier/Keyboard

Klavier /Keyboard spielen lernen nach Akkordsymbolen und Gehör.

Die meisten denken, dass es unmöglich ist, das Klavierspiel ohne Noten zu erlernen.

Für die ernste klassische Klaviermusik stimme ich zu, 

aber für die improvisierte (also vom Gefühl geleitete) populäre Musik der letzten 100 Jahre sind Noten nicht notwendig und eventuell sogar hinderlich.

Meine Meinung zum Spielen nach Noten habe ich hier mal erläutert
Nach Noten oder nach Gefühl?


Gern erläutere ich meine Methode und beantworte Fragen am Telefon oder in einer kostenlosen Probestunde.

Aber hier schon mal vorab:

Im Prinzip unterrichte ich das Klavierspiel genauso, wie ich das Gitarrenspiel unterrichte. Beide Instrumente nutzen Saiten und können im Gegensatz zu allen anderen Instrumenten mehrere Töne gleichzeitig spielen, was die Möglichkeit so enorm vielseitiger macht, dass ein Klavier und auch die Gitarre schon eine komplette Band in sich darstellt. Während sich also z.B. ein Saxophon oder Flöte oder Geige etc. auf die Melodie konzentrieren muß, kann das Klavier den Bass, die Melodie, die Begleit-Akkorde und den Rhythmus abwechselnd oder gleichzeitig darstellen. 

Ich fange also nicht mit Melodien an, sondern direkt mit dem Akkordspiel, zudem dann die Melodieläufe und Basslinien sowie improvisierte Fülltöne dazukommen. Statt sturem Notenablesen und dadurch zum Befehlempfänger zu werden, ohne die Zusammenhänge zu verstehen, zeige ich die vielfältigen Möglichkeiten, wie ein Lied ganz allein auf Basis der Akkorde gespielt werden kann. Diese Möglichkeiten gehen von ganz einfach für den Anfang bis sehr komplex und abwechslungsreich, wohlgemerkt bei ein und dem selbem Musikstück!

Jazz Musiker, die ja nicht unbedingt für einfache Musik stehen, arbeiten nach dieser Methode. Sie spielen dabei statt von Noten von einem sogenannten Leadsheet (Führungsblatt) ab, das in der Regel nur die Akkordfolge beinhaltet. Alles andere, wie die verbindenden Bassläufe und Melodien, sowie der Rhythmus werden improvisiert. Das einzige was also absolut feststeht, ist der Zeitpunkt, wann vom einem zum anderen Akkord gewechselt werden muss. Somit ist jede Version eines Musikstück durch die veränderbaren Improvisation etwas anders, im Gegensatz zur klassischen Musik nach Noten. 


Es kommt mir also nicht auf Details an, die üblicherweise in Noten so dargestellt sind, dass der Schüler den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.

Jedes Lied hat eine Basis, die anfangs auf das Wesentliche beschränkt gespielt werden kann und im Laufe der Zeit mit zunehmendem Können und musikalischen Verständnis immer mehr Details dazubekomm und verfeinert wird. Ein Musikstück bleibt bei dieser Lernmethode ein lebendes Kunstwerk, das sich verändert und zunehmend verbessert. 

Diese Methode der Konzentration auf die Basis, erlaubt es sehr schnell, sehr viele Lieder auf einfache Art und Weise zu spielen, was der Abwechslung und dem Spaß an der Sache enorm hilft. Ich arbeite im Unterricht also nicht zwei Monate an den Details eines einzigen Stückes, sondern arbeite an den verschiedensten Techniken mit möglichst vielen verschiedenen Liedern.

Die Abwechslung der vom Schüler ausgesuchten oder mir vorgeschlagenen Liedern sorgt dann für anhaltende Motivation.

Ich selbst empfinde Spass am Üben nur an Liedern, die mir auch gefallen und gehe davon aus, dass meine Schüler nicht anders sind ;-)



© AndREaS Lederer 2015